ECC 2016

ROWE-SQUASHTEAM MIT KNAPPER FINALNIEDERLAGE BEI ECC

Mit vier Siegen in Serie waren die Spieler des Racketclubs Black&White Worms e.V. zu den diesjährigen European Club Championships gereist. Das Ziel war klar: wir wollten den fünften Titel holen.

 

Mit unveränderter Mannschaftsaufstellung von 2015, frei nach dem Motto: „never change a winning team“, reisten die Wormser wieder mit Ex-Weltmeister David Palmer, Frankreichs Nationalspieler Greg Marche, den Schoor-Brüdern Jens und Carsten, sowie Tim Weber an. Trotz der Erfolge der letzten Jahre, wurde die Wormser Mannschaft aufgrund des speziellen Punktesystems an Position 5 gesetzt. Durch diese Setzung lag ein denkbar schwerer Weg ins Finale vor den Nibelungenstädtern.

Die Gruppenphase

In den Gruppenspielen gab es jeweils klare 4-0 Siege gegen die Landesmeister aus Schottland und Ungarn. Lediglich gegen den Meister aus Belgien verlor man das Spiel an Position 2, was aber das Weiterkommen keineswegs gefährdete.

Viertelfinale

Im Viertelfinale traf man auf den französischen Meister aus Mulhouse. In der Vergangenheit hatten die Wormser schon denkbar knappe Partien gegen die Franzosen ausgetragen. Jens brachte sein ECC 2016 Team gegen Yann Perrin mit einem 3-1 Sieg in Führung. Im rein französischen Duell an Position eins setzte sich Mathieu Castagnet (WRL 9) gegen Greg Marche (WRL 29) knapp in fünf Sätzen durch und konnte für sein Team ausgleichen. Tim hatte im Anschluss Nicolas Rohmer zum Gegner, den er mit nur 6 Punkten vom Court schickte. Damit stand der Einzug ins Halbfinale bereits vor dem letzten Spiel fest. Das Spiel zwischen David Palmer und Rudi Rohrmüller wurde nur noch über zwei Gewinnsätze gespielt, mit dem besseren Ende für den Australier.

Halbfinale

Im Halbfinale stand uns das an Position zwei gesetzte englische Team aus Roehampton gegenüber. Den Anfang machten David Palmer und Joe Lee, die sich das erste Mal im Court gegenüberstanden.

David machte ein Wahnsinnspiel und stellte einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, dass er einer der besten Squashspieler aller Zeiten ist. Die Routine und Cleverness des Ex-Weltmeisters brachten ihm einen 3-1 Sieg ein. Im Spitzenspiel traf Greg Marche auf Tom Richards (WRL 26). Die beiden Spieler standen sich erst in der Woche zuvor beim Turnier in Nantes, Frankreich gegenüber, welches Greg gewann. Auch bei den ECC holte Greg einen 3-0 Sieg gegen Tom und brachte sein Team damit in eine solide Ausgangsposition. Mit einem 2-0 Vorsprung im Rücken bekam es Tim Weber mit dem ehemaligen Top 50-Spieler Robbie Temple zu tun. Gute zwei Sätze benötigte der Wormser, um sich an die unkonventionelle Spielweise des Briten zu gewöhnen, der als einer der wenigen Spieler beidhändig spielt. Nach 0-2 Satzrückstand kam Tim aber immer besser ins Spiel, wobei ihm mit zunehmender Spieldauer auch die bessere Physis in die Karten spielte. Mit 11-4, 11-4 und 11-1 gingen die Sätze drei bis fünf entsprechend klar an den Wormser. Nach uneinholbarer 3-0 Führung wurde das Spiel an Position zwei zwischen Jens Schoor und Charles Sharpes nicht mehr ausgetragen.

Finale

Das Finale war erreicht und der Gegner hieß wiedermal Paderborn. Bei täglich wechselnder Reihenfolge der Spielbegegnungen war es diesmal David Palmer, der zuerst ranmusste. Gegen Lennard Osthoff (DRL 9) kam der inzwischen 40-jährige Australier nur langsam ins Spiel und benötigte eine Weile bis er seinen Spielrhythmus gefunden hatte. Mit jeweils 11-8 gingen die ersten beiden Sätze knapp an den Routinier. Im dritten Satz war Palmer dann auf Betriebstemperatur und gewann diesen mit 11-5. Der Titelverteidiger hatte vorgelegt und war mit 1-0 in Führung gegangen. An Position eins trafen wie schon im Jahr 2015, Greg Marche und Simon Rösner aufeinander. Im Vorjahr hatte der Franzose mit seinem Satzgewinn noch den Ausschlag für den Triumph des ROWE-Teams gegeben. Dies hatte auch Rösner nicht vergessen und machte ein hervorragendes diszipliniertes Spiel und ließ Greg zu keiner Zeit ins Spiel kommen, was ihm am Ende den 3-0 Sieg ohne Satzverlust einbrachte. Gegen Chris Simpson (WRL 23) war Jens Schoor von der Papierform her klarer Außenseiter. Der Engländer machte es dem Wormser durch seine solide und fehlerfreie Spielweise sehr schwer Punkte zu gewinnen. Satz eins ging mit 11-4 an Simpson, Satz zwei war lange Zeit ausgeglichen, mit dem besseren Ende wieder für den Engländer. Auch den dritten Satz entschied Chris mit 11-4 für sich und brachte sein Team mit 2-1 in Führung. Ein großer Druck lastete im abschließenden Match danach auf den Schultern von Tim Weber, der sich keinen Satzverlust gegen Lucas Wirths leisten durfte, um seine Mannschaft im Rennen zu halten. Der junge Paderborner spielte von Beginn an völlig unbekümmert auf und lieferte seinem Gegner ein ausgeglichenes Match. Mit 11-9 konnte er sich den Satz sichern, wodurch das Finale entschieden war und Paderborn als neuer Champion feststand.

Leicht enttäuscht, aber sportlich fair gratulierten die Wormser Spieler ihren Gegnern, mit der Aufgabe sich im nächsten Jahr in Paderborn den Titel zurückzuholen.